Stadtgespräch mit der Feuerwehr

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Jens Witte (links) im Gespräch mit Stadtbrandinspektor Armin Heberling.

 

Interessante Erkenntnisse gab es bei einem Dialog zwischen Politik und den Feuerwehren beim ersten Stadtgespräch der Weilburger Sozialdemokraten in diesem Jahr.

Dabei stand nicht das Geld, die Technik oder die Ausrüstung im Mittelpunkt. Das Wichtigste ist nach Ausführung von Stadtbrandinspektor Armin Heberling die Bereitschaft der Menschen sich für die Feuerwehren zu engagieren. Dies geht durch die Mitgliedschaft in einem Feuerwehrverein oder noch besser durch die aktive Mitwirkung in einer Einsatzabteilung. Rund 230 Aktive gibt es derzeit in Weilburg, alle hoch engagiert und gut ausgebildet, die den Brandschutz sicherstellen, erläuterte der Stadtbrandinspektor. Allein im letzten Jahr gab es 280 Einsätze im Stadtgebiet. Engpässe beim Personal gibt es tagsüber durch den Wegfall von Arbeitsplätzen in der Region. Zurzeit kann der Verlust noch durch den gemeinsamen Einsatz aller Stadtteilfeuerwehren aufgefangen werden.

Lob für die Imagekampagne

Sehr positiv wurde eine Image- und Mitgliederwerbekampagne im letzten Jahr bewertet. Nach Information von Roland Schmidt vom Kreisfeuerwehrverband sei das Engagement in Weilburg sogar auf Landesebene aufgefallen und gelobt worden. Denn heute reiche es nicht mehr aus, auf neue Mitglieder zu warten. Aktive Jugendarbeit, die Nutzung sozialer Netzwerke oder die Präsenz vor Ort durch Aktionen vor Supermärkten sind heute Möglichkeiten, die jungen Menschen für die Arbeit in den Feuerwehren zu begeistern. Auch das veränderte Freizeitverhalten und neue Schulformen mit einer verkürzten Schulzeit und Nachmittagsbetreuung erschweren den Kontakt zu den jungen Menschen.

Jacqueline Würz regte an, noch stärker die Schulen einzubinden und das Interesse über Projektwochen zu wecken.

 

Geld für den Schutz der Menschen

Armin Heberling zeigte sich mit der technischen und finanziellen Ausstattung zufrieden. „Wir sind gut in der Mitte aufgestellt und damit werden wir den Anforderungen gerecht“, so seine Einschätzung. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt, die nach Information des zuständigen Sachbearbeiters Christian Hauck jährlich rund 200.000 Euro für den Betrieb der Wehren aufwendet, wurde vom Stadtbrandinspektor gelobt, denn die Feuerwehr muss auch in Zeiten des Schutzschirmes funktionieren. Dieses Geld ist nicht für die Feuerwehr, sondern für den Schutz der Menschen bekräftigte Christian Gros, der Wehrführer aus Waldhausen.

Kreativ und konstruktiv

Hartmut Bock von der SPD Weilburg zeigte sich über das konstruktive Gespräch und über die Kreativität erfreut. Er forderte die anwesende Führungsmannschaft der Weilburger Wehren auf, das Gespräch mit den Stadtverordneten vor Ort zu suchen, diese zu den Versammlungen einzuladen und auf die wichtigen Anliegen hinzuweisen.

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Stadtbrandinspektor Armin Heberling (Foto Mitte) und die übrigen Wehrführer informierten die Weilburger Sozialdemokraten über die Situation der Feuerwehren in der Stadt

 

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