Das Weilburger Stift – ein Bürgerprojekt

Foto: „Alt werden in Weilburg“, das Thema wird auf der Tagesordnung bleiben, denn der Anteil der Älteren in der Gesellschaft wird auch bei uns immer größer, darüber waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Deswegen soll der begonnene Dialog fortgeführt werden, so die Vereinbarung von Manuel Jöckel (vorne Mitte) und Hartmut Bock.

Foto: „Alt werden in Weilburg“, das Thema wird auf der Tagesordnung bleiben, denn der Anteil der Älteren in der Gesellschaft wird auch bei uns immer größer, darüber waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Deswegen soll der begonnene Dialog fortgeführt werden, so die Vereinbarung von Manuel Jöckel (vorne Mitte) und Hartmut Bock.

Eine Einrichtung mit emotionaler Bindung an die örtliche Bevölkerung und die Region. So bezeichnete Hartmut Bock, Vorsitzender der SPD, das Senioren- und Pflegeheim „Weilburger Stift“ bei seiner Begrüßung zum letzten Stadtgespräch des Jahres 2015. Dahinter steckte das Engagement der örtlichen Bevölkerung Ende der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Mutige Frauen und Männer hatten sich zu einem Diakonie-Verein zusammen geschlossen, mit dem Ziel, in Weilburg ein Seniorenheim zu errichten. Wirtschaftlich war das nicht ohne Risiko und auch in der Bevölkerung wurde das Thema unterschiedlich diskutiert, denn die Heimunterbringung von Senioren und pflegebedürftigen Menschen war umstritten, weil alt werden in familiärer Umgebung in den ländlichen Regionen noch sehr weit verbreitet war.

Heute Förderverein

Zwischenzeitlich hat sich das kräftig geändert. Moderne, gut geführte und leistungsfähige Senioren und Pflegeeinrichtungen haben einen guten Namen, sind Bestandteil von regionalen Seniorenkonzepten und haben einen festen Platz in der Versorgung älterer Menschen. Auch in Weilburg ist das so. Der Diakonie-Verein hat seine frühere Funktion als Träger der Einrichtung verloren und ist heute als Förderverein unterstützend tätig. Das Weilburger Stift gehört mittlerweile der Gesellschaft für diakonische Einrichtungen in Hessen und Nassau mbH, die insgesamt 13 Altenzentren, Altenwohn- und Pflegeheime betreiben, an. Ein professionelles Management, gut organisierte Betriebsabläufe und eine hohe Qualität des Angebotes, sind wichtig. Dies berichtete der Leiter der Weilburger Einrichtung, Manuel Jöckel den Besuchern, die sich über die gute Entwicklung am heimischen Standort freuten.

185 Beschäftigte

Doch das Weilburger Leistungspaket hat noch weitere wichtige Teile, die der sozialen Versorgung der Region dienen. Neben dem Haupthaus mit 95 Pflegeplätzen wird an dem früheren Standort in der Frankfurter Straße eine Seniorenwohnanlage mit 45 Wohneinheiten betrieben, die alle intensiv nachgefragt sind. Das Haus Weiltal in Freienfels bietet mit 38 Pflegeplätzen unter anderem Spezialangebote an. Eine Tagespflegeeinrichtung mit 14 Plätzen, ansässig im Haus Weiltal und ein ambulanter Pflegedienst im Helmut Hild Haus direkt in Weilburg komplettieren das Angebot des sozialen Dienstleisters vor Ort. Mit 185 Beschäftigten hat sich ein wichtiges mittelständiges Unternehmen entwickelt, welches interessante Arbeitsplätze bietet.

Eigene Ausbildung

In der Gesprächsrunde, an der sich Walter Planz vom Senioren- und Behindertenbeirat, Susanne Berger von der Mitarbeitervertretung und Christine Lange vom Weilburger Seniorentreff beteiligten, kamen auch brisante Themen auf den Tisch. So ist nach Information von Manuel Jöckel der Fachkräftemangel auch in Weilburg angekommen und es wird immer schwieriger geeignetes Personal zu bekommen. Hier wird mit der eigenen Ausbildung und Qualifizierung gegengesteuert. Sechs Auszubildende sind derzeit vorhanden. Auch der Bedarf an Senioren- und Pflegeeinrichtungen in der heimischen Region kam zur Sprache. Nach Einschätzung von Manuel Jöckel ist der Weilburger Raum derzeit gut versorgt und es bestehen keine Überkapazitäten. Das Haus in Löhnberg und die in Weilmünster entstehende neue Einrichtung dienen einen gesunden Wettbewerb, dem wir uns stellen, so der Leiter des Weilburger Stiftes. Für die Schaffung weiterer, neuer Projekte sieht er im Moment kein Erfordernis.

Text und Foto: Hartmut Bock

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