Weilburg 2030 – die Zukunft der Stadt

Die Altstadt in Weilburg: Das Herz der Stadt oder ein Stiefkind der Stadtentwicklung? Hier gibt es in Zukunft viel zu tun, um Investoren, Kunden und Gäste zu begeistern. Ein wichtiges Handlungsfeld für das neue Parlament.

Die Altstadt in Weilburg: Das Herz der Stadt oder ein Stiefkind der Stadtentwicklung? Hier gibt es in Zukunft viel zu tun, um Investoren, Kunden und Gäste zu begeistern. Ein wichtiges Handlungsfeld für das neue Parlament.

Mit mehr Bürgerbeteiligung und Offenheit und Transparenz wollen die Weilburger Sozialdemokraten bei der anstehenden Kommunalwahl um die Stimmen der Wähler werben. Das zieht sich wie ein roter Faden durch das Wahlprogramm, welches in einer Informationsveranstaltung im Alten Rathaus in Weilburg vorgestellt wurde. Egal ob Stadtfinanzen, Tourismus, Altstadtentwicklung oder auch bei dem kontrovers diskutierten Thema Windenergie, überall sollen interessierte Personen oder Interessengruppen beteiligt werden und mit an den Tisch. Nur so gelingt es, Engagement zu fördern und die Menschen zum Mitmachen zu gewinnen. Entscheidungen hinter verschlossenen Türen passen nicht mehr in die Zeit, so Hartmut Bock, Vorsitzender der heimischen SPD bei seiner Begrüßung.

Alle machen mit

Jacqueline Würz

Jacqueline Würz

Ein Team um Jacqueline Würz hatte in den letzten Wochen das Programm entworfen und sich dabei mit wichtigen Themen und Zielen der künftigen städtischen Politik befasst. Unter dem Motto „Alle machen mit – regional aktiv“ stellte sie die Grundzüge der künftigen Arbeit vor. Dies geht von attraktivem Wohnraum bis zu einer qualifizierten Kinderbetreuung, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Ein Punkt den Jens Witte aus Kubach aufgriff und für kostenfreie Kita-Plätze plädierte.

Energie aus der Steckdose

Die Chancen der regionalen Energieerzeugung erläuterte der Erste Stadtrat Bruno Götz. Gas und Öl kommen derzeit aus den Krisenregionen der Welt und sind auf Dauer nicht sicher. Unabhängigkeit ist angesagt und deswegen ist es wichtig das im Rathaus vorliegende Energie- und Klimaschutzkonzept in Weilburg mit mehr Nachdruck anzugehen. Dazu gehört auch die Nutzung der Sonnen- und Windenergie. Voraussetzung ist eine gute Informationsarbeit und die Einbindung der örtlichen Bevölkerung.

Das Herz der Stadt schlägt in der Altstadt

Tourismus und öffentlicher Nahverkehr waren die Themen von Christian Radkovsky. Beides sind wichtige Standortfaktoren, die nicht nur Besuchern und Gästen dienen, sondern auch der heimischen Bevölkerung zu Gute kommen. Karl-Heinz Stoll zählte dazu auch die Stärkung der Altstadt, für die er mehr Engagement und Perspektiven für die Ansiedlung von neuer Handels- und Gewerbebetriebe forderte. Der Altstadtmanager sei längst überfällig. Hier schlägt das „Herz der Stadt“ so sein Plädoyer, welches sich auf die gesamte Entwicklung Weilburgs auswirkt.

Kultur und mehr

Ein breites Kulturangebot war Jan Kramer aus Odersbach ein Anliegen. Die überregionale Bedeutung der Schlosskonzerte, die vielfältige Arbeit der örtlichen Vereine und auch jetzt aktuell das stadtweite Engagement bei der Organisation von Faschingsveranstaltungen, sind alles lobenswerte und wichtige Aktivitäten. Einen besonderen Punkt stellte Lothar Hölzgen vor, der das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ansprach. Rettungsdienste wie Feuerwehr, Rotes Kreuz und mehr gehörten genauso dazu, wie eine funktionierende Polizeistation, die mit dem erforderlichen Personal ausgestattet ist.

Kritik erwünscht

Insgesamt beinhaltet das Wahlprogramm eine breite Themenpalette, zu der auch noch Aussagen zu den Stadtfinanzen, zur interkommunalen Zusammenarbeit und zur Stärkung des Standorts Weilburg in der Region gehören. In Veranstaltungen, Bürgergesprächen und bei Infoständen gibt es in den nächsten Wochen die Möglichkeit der Diskussion und Nachfrage. Anregung und Kritik sind ausdrücklich gewünscht, denn nur so gelingt es uns noch besser zu werden, so Hartmut Bock zum Abschluss.

Die Zukunft der Stadt. Von links. Jan Kramer, Karl-Heinz Stoll, Christian Radkovsky, Jacqueline Würz und Lothar Hölzgen präsentieren das Wahlprogramm der SPD

Die Zukunft der Stadt. Von links: Jan Kramer, Karl-Heinz Stoll, Christian Radkovsky, Jacqueline Würz und Lothar Hölzgen präsentieren das Wahlprogramm der SPD

Text und Fotos: Hartmut Bock

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