Drommershausen – lebendig – kreativ – ideenreich

"PERSPEKTIVE" - so der Titel einer Zeitschrift, die vom Zentrum für gesellschaftliche Verantwortung in Mainz herausgegeben wird. Das Heft 40 vom September 2016 befasst sich mit dem "Sozialraum Dorf". In einem Beitrag wird Drommershausen vorgestellt.

„PERSPEKTIEFE“ – so der Titel einer Zeitschrift, die vom Zentrum für gesellschaftliche Verantwortung in Mainz herausgegeben wird. Das Heft 40 vom September 2016 befasst sich mit dem „Sozialraum Dorf“. In einem Beitrag wird Drommershausen vorgestellt.

Drommershausen, ein Dorf mit rund 500 Einwohnern, liegt am Fuße des Taunus, in einem kleinen Seitental der Lahn. Landwirtschaft und Eisenerzbergbau waren früher wichtige Erwerbsquellen. Heute ist der Ort ein Stadtteil von Weilburg und viele Menschen pendeln teilweise bis in das Rhein-Main-Gebiet. Die Bevölkerung wird älter und die Infrastruktur wandert ab, eine Entwicklung, die sich auch in vergleichbaren Dörfern vollzieht

Der Ort präsentiert sich lebendig, kreativ und ideenreich. Mit Initiativen und Aktivitäten, die weit in das Umland ausstrahlen und Nachahmer finden. Auffällig sind die vielen jungen Menschen, auch aus Nachbarorten, die gesellschaftlich aktiv sind. Junge Familien ziehen hier her und nutzen die vorhandene Bausubstanz im Ortskern, da nur kleine Neubaugebiete auf der grünen Wiese vorhanden sind. Eine Maßnahme, die zur Belebung des Ortskerns führt und integrationsfördernd ist.  Viele kleine Kinder fallen Besuchern und Gästen sofort auf.

Wie gelingt das, ohne Konzept und professionelle Begleitung? Die Antwort ist einfach. Es gab eine Reihe von Einzelfaktoren und Initiativen, die zu der jetzigen Entwicklung und einer positiven Zukunftsperspektive führten. Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ war eine ideale Möglichkeit die bisherigen Aktivitäten zu bilanzieren.

Soziales Engagement in der Kinder und Jugendarbeit

Eine Gruppe von jungen Müttern kümmert sich seit Jahren um die Kinder- und Jugendarbeit. Eine Krabbelgruppe, der „Mini-Club“, für die Kleinsten unter drei Jahren, wird unter der Regie der Evangelischen Kirche ehrenamtlich und offen für alle Konfessionen betrieben. Auch Eltern aus Nachbarorten nutzen die Initiative, weil sich so die Eingewöhnungsphase in die Kita sehr leicht gestaltet. Die Jungschar der Kirchengemeinde, von jungen Müttern geleitet, wird in der Altersgruppe bis 14 Jahre rege nachgefragt und präsentiert sich bei vielen Veranstaltungen.

Sehr wichtig ist der örtliche Kindergarten mit einer engagierten Leitung, der in zwei Gruppen Kinder von zwei Jahren bis zum Schuleintritt aufnimmt und in der ehemaligen Schule untergebracht ist. Die Stadt Weilburg als Betreiber hat in den letzten Jahren kräftig investiert. Hier gibt es bedeutende Impulse für das dörfliche Leben. „Unsere Einrichtung ist intensiv in das Dorfleben integriert. Teilnahme an verschiedenen Aktivitäten, wie Seniorentag, Gottesdienste, Basare, Weihnachtsmarkt, u.s.w. sind feste Bestandteile unserer Arbeit.“ So beschreibt sich die Kita „Drommiland in ihrem Leitbild. Dazu gehören eine hohe pädagogische Qualität und ein aktuelles Ziel, die Anerkennung als zertifizierte Kneipp-Kindertagesstätte.

Engagement überall

Der Online-Wettbewerb einer Limonadenfirma brachte einer Initiative 5000 Euro, die sofort mit weiteren Spenden und städtischem Geld für die Erneuerung des in die Jahre gekommenen Spielplatzes verwendet wurden.

Die Kinder- und Jugendarbeit der dörflichen Vereine schließt sich nahtlos an. Ein Angebot für Bambinis von vier Jahren bis 17 Jahren bieten die Fußballer, der Turnverein betreut zwei Kinderturngruppen und die Tischtennisjugend. Voltigieren beim Reiterverein und die Jugendarbeit der Feuerwehr runden das Angebot ab. Eine Burschen- und Mädchenschaft mit rund 120 Mitgliedern von 16 bis 25 Jahren zeigt die Attraktivität und die Anziehungskraft des Ortes.

Die starke  Identifikation entsteht auch durch den „DROMMI“ eine überregional bekannte freundliche Comic-Figur, die Tradition und Zukunft gemeinsam verkörpert und einen Bergmann mit Grubenlampe und Pickel dargestellt.

Diese breiten sozialen Aktivitäten und das Engagement schaffen insgesamt eine familien- und kinderfreundliche Atmosphäre, die weit über Drommershausen in die gesamte Region ausstrahlt, auf junge Menschen anziehend wirkt und so immer wieder neue Familien in das Dorf bringt. Hier liegen die Erfolgsfaktoren für eine positive örtliche Entwicklung.

Hinweis:
Der obige Beitrag wurde im September 2016 in der 40. Ausgabe der Zeitschrift PERSPEKTIEFE abgedruckt. Schwerpunktthema: SOZIALRAUM DORF. Herausgeber ist das Zentrum für gesellschaftliche Verantwortung in 55128 Mainz

Siehe auch:

Text und Fotos: Hartmut Bock

Gewonnen. Der Online-Wettbewerb einer Limonadenfirma brachte 5000 Euro, die für die Erneuerung des in die Jahre gekommenen Spielplatzes an der Turnhalle verwendet wurden. Stadtrat Matthias Knaust freut sich und überreicht Ortsvorsteher Jochen Janz den Scheck.

Gewonnen. Der Online-Wettbewerb einer Limonadenfirma brachte 5000 Euro, die für die Erneuerung des in die Jahre gekommenen Spielplatzes an der Turnhalle verwendet wurden. Stadtrat Matthias Knaust freut sich und überreicht Ortsvorsteher Jochen Janz den Scheck.

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