Drommershausen im Schnee

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Am 12. März 2017 ist Bürgermeisterwahl in Weilburg. Jacqueline Würz möchte Bürgermeisterin werden. Derzeit geht sie in allen Stadtteilen von Tür zu Tür und stellt sich vor. Im Anschluss finden Bürgergespräche statt. Das Foto wurde in Dommershausen, bei dickem Schnee aufgenommen.

Der 10. Januar 2017 bleibt Jacqueline Würz in Erinnerung. Verschneite Straßen, Schneetreiben und die Hausbesuche in Drommershausen standen an. 200 Haustüren, Klingelknöpfe oder Briefkästen waren zu bedienen, mit einem freundlichen „Hallo – ich bin Jacqueline Würz und möchte Bürgermeisterin in Weilburg werden.“ Doch alles funktionierte gut, denn die Drommershäuser hatten sehr fleißig die Straßen geräumt und der Rundgang von Tür zu Tür funktionierte bestens.

Das aktive Dorf ist gefragt

Abends gab es dann beim Bürgergespräch im Dorfgemeinschaftshaus Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen. Das Interesse war groß und die Schiebetüren des Versammlungsraums mussten extra geöffnet werden, um Platz für alle zu schaffen. Eine kurze Vorstellung der Kandidatin, ein Imagefilm und dann stand die Diskussion über wichtige Themen aus Weilburg und Drommershausen an. Wie sichern wir die Lebenskraft von Stadtteilen und Kernstadt? Diese Frage stand plötzlich im Mittelpunkt. Wie kommen junge Familien ins Dorf? Wie verhindere ich Leerstände? Jochen Janz erläuterte dazu die Strategie in Drommershausen. Keine oder nur kleine Baugebiete und gleichzeitig Interesse für das Wohnen im Ortskern wecken. Verbunden mit aktiven Dorfgemeinschaften führt das zur verstärkten Nachfrage nach Wohnungen. Positiv ist auch der Kindergarten vor Ort, denn viele  junge Familien wollen heute Beruf und Familie verknüpfen.

Die fehlende Versorgung mit Lebensmitteln, besser gesagt, der Laden um die Ecke, wurde von einem Teilnehmer angesprochen. Eine Einrichtung die heute in vielen Orten fehlt, die auch wichtig für den Kontakt der Menschen und für die Kommunikation ist, wie Stadtrat Matthias Knaust ergänzte.

Die Innenstadt und die Bebauung des Kirmesplatzes

Renate Hirschhäuser brachte die Entwicklung der Innenstadt auf die Tagesordnung. Geschäftsschließungen, Leerstände und schlechte Bausubstanz. Wie ist hier Abhilfe zu schaffen, so ihre Frage, denn diese Entwicklung darf nicht weiter gehen. Das Parken und die Nutzung des Marktplatzes, von Stefan Kissel angesprochen führte zu heftigen Diskussionen. Weniger Autos und mehr Menschen sind erforderlich. Kritisiert wurde insbesondere das Hin und Her der Regelungen.

Auch die Bebauung des Kirmesplatzes in Weilburg fand nicht die Zustimmung der Gesprächsrunde. Der Platz ist wichtig für parkende Autos, als Treffpunkt für Busse, als Standplatz für Händler oder für Großveranstaltungen, argumentierte Wolfgang Keiner. Wo sollen diese Autos alle hin? fragte er.

Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen

Ein dickes Paket an Themen, mit dem sich Jacqueline Würz dann zu befassen hatte. Sie werde als Bürgermeisterin ein stärkeres Gewicht auf die Entwicklung von Stadt- und Ortskernen legen, zum Beispiel durch ein gutes Altstadt- oder Leerstandsmanagement. Auch aktive Dorfgemeinschaften und engagierte Bürger sind für sie wichtig. Deswegen will sie auch an der kostenfreien Nutzung städtischer Hallen durch die Vereine festhalten, erklärte sie auf Nachfrage von Manfred Nickel, dem Vorsitzenden des Spiel- und Turnvereins 1911.

„Ich möchte die Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen und will sie künftig stärker in Entscheidungen einbinden.“ So formulierte Jacqueline Würz ihr künftiges Arbeitsziel. Bereits jetzt können sich alle Weilburger an der Aktion „Meine beste Idee …..“ beteiligen und Gedanken und Anregungen aufschreiben und an sie weiter geben. Alles wird gelesen und wird bei meiner künftigen Arbeit berücksichtigt, versicherte die Bürgermeisterkandidatin zum Abschluss.
Text und Fotos: Hartmut Bock


Mehr Informationen:


Einige Fotos vom Bürgergespräch in Drommershausen

 

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