SPD informiert sich bei den Stadtwerken Weilburg

Teuer und gut – die technische Ausstattung der Stadtwerke Weilburg kann sich sehen lassen.

Große Herausforderungen für die Stadtwerke in Weilburg.

Es geht nicht nur um die Energiewende oder um die Nutzung von Erneuerbaren Energien. Als Mammutaufgabe ist derzeit die Erdgasumstellung zu bewältigen, weil bei allen Kunden im Westen von Deutschland die Heizungsanlagen technisch anzupassen sind. Das ist alles gut organisiert und vorbereitet. Damit in Weilburg der Übergang auf die neue H- Gasqualität Anfang Juli 2020 reibungslos läuft, wurden alle Kunden angeschrieben, alle Häuser besucht und alle 5.022 Gasgeräte erhoben. Das Ergebnis liegt jetzt vor. Doch in rund 300 Fällen können die Gasgeräte nicht angepasst werden, entweder, weil die Geräte technisch veraltet sind, keine Ersatzteile mehr verfügbar sind oder es den Hersteller nicht mehr gibt. Entsprechend der gesetzlichen Regelungen mussten die Stadtwerke die betroffenen Kunden auffordern, ein neues Gasgerät anzuschaffen. Eine ärgerliche Angelegenheit, denn das kostet viel Geld und die heimischen Heizungsinstallateure sind wegen begrenzter Kapazitäten nicht in der Lage dies schnell zu erledigen.

Ärger mit den Altgeräten

Beim Besuch der SPD-Fraktion kam dieses Thema zur Sprache, da auch schon Beschwerden bei den Stadtverordneten eingegangen sind. Allerdings sind die Handlungsspielräume hier sehr eng, denn es gelten gesetzlich festgelegte Zeitvorgaben und die Kunden können Fördermittel in Anspruch nehmen. Gewünscht wurde von der SPD eine intensive Beratung und Hilfestellung der betroffenen Kunden und eine Unterstützung bei der Umrüstung, eine Aufgabe die nicht durch externen Dienstleister erfolgen soll.

Kontakt zu den Kunden

Geschäftsführer Jörg Korschinsky informiert die Sozialdemokraten

Insgesamt präsentierte Geschäftsführer Jörg Korschinsky beim Betriebsrundgang ein technisch und organisatorisch gut aufgestelltes Unternehmen, welches mit 38 qualifizierten Mitarbeitern im heimischen Raum für eine reibungslose Versorgung mit Strom, Gas und Wasser sorgt und damit einen wichtigen Teil der Daseinsvorsorge sichert. Einfach ist das nicht, denn der Wettbewerb um Kunden ist sehr aggressiv geworden, berichtet der Geschäftsführer. Mancher Händler arbeitet mit Drückermethoden und unseriösen Versprechungen und erzielt so kurzfristige Kundenwechsel. Angesprochen wurde auch die Strompreiserhöhung zum Jahresanfang, mit einer Verdoppelung der Grundgebühr, die von vielen Verbrauchern, insbesondere kleinen Abnehmern als nicht gerecht empfunden wurde. Auch hier ist wieder der Kontakt zum Kunden, eine sorgfältige Beratung und eine Rückmeldung bei eingegangenen Beschwerden erforderlich, um Vertrauen als regionaler Anbieter zu sichern.

Blick in die Zukunft

Natürlich gab es auch einen Blick in die Zukunft. Wie entwickelt sich die Elektromobilität? Sind die Stadtwerke in Weilburg dafür gerüstet? Reichen die vorhandenen Ressourcen und Vorbereitungen aus? Offene Fragen, die den großen Handlungsbedarf zeigten. Geschäftsführer Jörg Korschinsky ist zuversichtlich, denn die Vorbereitungen auf die neuen Herausforderungen sind in vollem Gange. Wir werden die Stadtwerke weiterhin im Blick behalten, sicherte Hartmut Bock zum Abschluss zu, denn es gibt nach wie vor Gesprächsbedarf über wichtige Themen, die heute nicht zur Sprache kamen, wie die Wasserversorgung der Stadt oder die Schaffung von energieautarken Siedlungsgebieten.

Große Beteiligung beim Informationsbesuch der SPD. Die Stadtwerke sind wichtig für die Daseinsvorsorge.

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2 Antworten zu SPD informiert sich bei den Stadtwerken Weilburg

  1. Susanne Wirth schreibt:

    Bei mir sind von 11 Öfen 6 nicht umrüstbar!?
    Nur weil keine Düsen zu beschaffen sind!
    Ich brauche eine fachkundige Beratung

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