Mehr Sicherheit für Weilburg

Vor wenigen Tagen brannte es in der Bogengasse in Weilburg. Viel ist nicht passiert, doch sehr leicht hätte ein größerer Schaden entstehen können. Die Bevölkerung beobachtet das und ist in Sorge.

SPD beantragt Aufnahme in die hessische Sicherheitsinitiative KOMPASS

Weilburg wird immer sicherer. Dies jedenfalls sagt die Kriminalstatistik. Dies sagt auch der Bürgermeister auf eine SPD-Anfrage zur Sicherheit in unserer Stadt. Im Jahre 2014 gab es noch 682 Delikte bei uns, die bis 2018 auf 628 Delikte zurückgegangen sind. Alles gut also? Doch so ist das nicht. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger sind mit der Situation, insbesondere in der Kernstadt, unzufrieden. Nachts ist es laut, quietschende Autos, Drogenhandel wird beobachtet und hier und da brennt es. Ein Gefühl der Unsicherheit und Angst macht sich breit. Nicht gut für das Image einer Kleinstadt, denn die Menschen, denen das nicht gefällt verlassen die Stadt, ziehen in ruhigere Gegenden und die soziale Schieflage verstärkt sich.

Viele Rückmeldungen von besorgten Bürgern

Die Sozialdemokraten haben deswegen das Thema aufgegriffen, eine Anfrage in der Stadtverordnetenversammlung gestellt und auch einen Besuch in der Polizeistation organisiert. Die Resonanz war überwältigend, denn viele Bewohner der Altstadt informierten schriftlich und mündlich über ihre Beobachtungen. Insbesondere das Gespräch mit der Polizei brachte viele Rückmeldungen zur Entwicklung in der Stadt. Mit dabei waren Kriminaldirektor Frank-Helmut Göbel aus Limburg und Erster Polizeihauptkommissar Volker Stächer aus Weilburg, die sehr aufmerksam die Sorgen der Bevölkerung registrierten. Sehr viel zurückhaltender wurde die Situation in einer Bürgerversammlung im Komödienbau in Weilburg vorgetragen. Ursache ist die Angst vor möglichen Repressalien. Eine bedenkliche Entwicklung, nicht gut für die  Stadt, kommentiert Stadtverordneter Hartmut Bock die Lage.

Antrag im Stadtparlament

Weilburger Tageblatt vom 12. 09.2019. Die Polizei beobachtet die Entwicklung genau

Als nächsten Schritt schlagen die Sozialdemokraten jetzt die Beteiligung an der hessischen Sicherheitsinitiative KOMPASS vor. Im Kern geht es dabei um eine enge Zusammenarbeit aller Partner, die Aufgaben im Bereich Sicherheit wahrnehmen und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Neben kommunalen Verantwortungsträgern ist die aktive Bürgerbeteiligung entscheidend. Der Magistrat soll die Mitwirkung prüfen und später die Aufnahme beantragen, so lautet ein Antrag für die nächste Stadtverordnetensitzung. Damit soll auch dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung Rechnung getragen werden. Die Anregung zu dieser Initiative wurde bei dem Fraktionsgespräch mit der Polizei gegeben, die auch auf Erfolge in weiteren Kommunen in Hessen hinweist.

Text und Fotos: Hartmut Bock

Siehe auch hier.

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